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“Oh Captain, my Captain”

Robin Williams vermochte es wie kaum ein anderer, sein immenses Talent sowohl in Komödien als auch in Dramen zu zeigen. Privat hatte er immer wieder mit Dämonen zu kämpfen. Gestern hat er sich in Los Angeles das Leben genommen. Eine Rückschau.

“Oh Captain, my Captain!”. Für viele ist die letzte Szene von “Dead Poets Society”, als die Schüler von Williams Charakter die Worte aus Walt Whitmans Gedicht zitieren, ein denkwürdiger Moment der Filmgeschichte. Robin Williams zeigte als Lehrer eine andere Seite, die man vom talentierten Stand-Up Künstler und Komiker bis dato nicht gekannt hatte.

In den 80er Jahren erlangte Williams als Alien in der Fernsehserie “Mork & Mindy” erstmals Bekanntheit, bevor seine Filmkarriere mit “The World According to Garp” richtig zündete. Im Jahre 1987 erhielt er für “Good Morning Vietnam” sowohl einen Golden Globe als auch eine Oscarnominierung. In den nächsten 10 Jahren spielte er in einer Reihe von erfolgreichen Filmen mit: “Dead Poets Society”, “Hook”, “Mrs. Doubtfire” und “Jumanji”, um nur einige zu nennen. Williams war zwar immer für die Lacher zuständig, reduzierte seine Charaktere jedoch niemals auf Karikaturen. Er besass die Eigenschaft, seinen Rollen stets die nötige Tiefe zu geben.

Zehn Jahre nach “Dead Poets Society” übernahm er in “Good Will Hunting” wieder eine Rolle als Lehrer. Im fantastischen Erstling von Ben Affleck und Matt Damon ist Williams’ Charakter Sean Maguire Lehrer und Therapeut zugleich. Mit einer inspirierenden Darstellung haucht Williams dem Charakter Leben ein und schafft es, die Weisheit und Güte zu vereinen und Damons Charakter auf den richtigen Weg zu bringen. Für diese Rolle gewann er 1997 den Oscar für besten Nebendarsteller.

Mit dem zunehmenden Alter wurde es um Williams, dessen komödiantisches Talent auch auf vollen Körpereinsatz beruhte, etwas ruhiger und er zeigte auch als Synchronsprecher in “A.I” oder “Happy Feet” seine Vielseitigkeit.

Privat hatte der Schauspieler mit einer Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. Er sprach offen von den Rückfällen und Depressionen, mit denen er zu kämpfen hatte. Nun hat er den Kampf gegen seine Dämonen verloren.

Er wurde am 11. August 2014 bei sich zu Hause bewusstlos aufgefunden und für tot erklärt.

RIP, Robin Williams.

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