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Game of Thrones ist zurück

Vergangenen Sonntag kehrte “Game of Thrones” auf die Bildschirme zurück. Der Beginn der langerwarteten vierten Staffel der Serie zeigt, dass sie nichts von Ihrer Genialität verloren hat. Im Gegenteil, sie schafft es immer wieder, für atemberaubende Bilder und sensationelle Ãœberraschungen zu sorgen.

(Der folgende Artikel enthält kleinere Spoiler zur vierten Staffel und grössere zu den vorangegangen drei. Vorwissen ist empfehlenswert.)

Die ersten beiden Folgen von “Game of Thrones” führen den Zuschauer zurück in bekannte Gefilde. In den erschienenen 80 Minuten der neue Staffel greifen alle der beliebten und weniger beliebten Charaktere ins Geschehen ein.

Als wir vor einem Jahr zum letzten Mal die Abenteuer in Westeros und den Freien Städten erlebten, stand das Haus Lannister vor einem vollumfänglichen Sieg. Stannis Baratheon wurde in der zweiten Staffel und Robb Stark in der dritten Staffel vernichtend geschlagen.

Doch “Game of Thrones” wäre nicht so beliebt, wenn es klare Sieger und Verlierer gibt. So beginnt die vierte Staffel mit der Rückkehr von Jaime Lannister in die Hauptstadt. Es werden erste Risse in der sich sonst so verbundenen Familie sichtbar. Sie stehen im Mittelpunkt der Geschehnisse in King’s Landing, in die auch die mächtigen Häuser der Tyrells und Martells verwickelt sind.

Auf der anderen Seite der Welt marschiert Daenerys Targaryen langsam, aber sicher immer weiter mit ihren mittlerweile gewachsenen Drachen eng an den Fersen. Dennoch macht auch sie noch keine Anstalten, ihre Armee übers Meer zu führen.

Im Norden werden gleich mehrere Schauplätze eröffnet. Beim Wall bereitet sich Jon Snow auf den Angriff der Wildlinge vor. Roose Bolton sucht nach einem Weg, den Norden endgültig von der Herrschaft der Starks zu lösen. Und Brandon Stark, mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet, weiss endlich, wo genau seine Reise hinführen soll.

Währrenddessen befindet sich mitten in Westeros noch ein ungleiches Paar: Arya Stark und “The Hound”, die nach den Geschehnissen der letzten Staffel ziel- und mittellos übers Land ziehen.

Die ersten beiden Folgen der neuen Staffel nehmen sich viel Zeit, um den Zuschauer wieder in die Welt von Westeros und “Games of Thrones” einzuführen. Besonders interessant ist auch der erstmalige Auftritt von Oberyn Martell, dessen Extravaganz und Arroganz bereits schon zu den Highlights der Serie zählen dürften.

Die Showrunner David Benioff und Dan Weiss schaffen es mithilfe von George R.R Martin, (Autor der Bücher) den ersten zwei Folgen eine passende Balance zwischen zeitintensiven Spannungsaufbau und explosiven Szenen zu finden. Neben dem angesprochenen Oberyn Martell  sticht besonders Arya, von Maisie Williams hervorragend gespielt, heraus. Auch Peter Dinklage als Tyrion Lannister schafft es weiterhin, seinem Charakter die nötige Tiefe und Komplexität zu verleihen.

Als Wermutstropfen bleibt anzumerken, dass man einigen Schauspielern die vier Jahre seit der ersten Staffel mittlerweile anmerkt: Besonders Ian Hempstead-Wright, der Bran Stark spielt, ist um einige Zentimeter gewachsen. Der 15-Jährige muss aber immer noch einen siebenjährigen Jungen verkörpern.

Alle Fans der Serie werden von den ersten zwei Folgen der neuen Staffel verwöhnt: Sie enthalten mehr von dem, was erwartet wird und doch genug Neues, um aktuell und zeitgemäss zu bleiben. Es ist nicht überraschend, dass die beiden Folgen bereits jetzt zu den meist herunter geladenen Sendungen überhaupt zählen.

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